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22.10.2017. Zur Zeit 1 User online

Das Oderbruch sind alle, die es gestalten.

Interessanter Link:
Oderbruchpavillion

Kulturerbesiegel für das Oderbruch!

 

 

 

"Ein jeder nach seiner Fasson..."
Symbol für Toleranz, Offenheit und Religionsfreiheit
„Hier habe ich im Frieden eine neue Provinz erobert, ohne einen Mann zu verlieren.“ (Friedrich II, 22. Juni 1740)

Das Oderbruch - eine geschichtsträchtige Provinz, außerhalb des dominierenden Agglomerationsraums Berlins gelegen, 69 km lang und 6 bis 12 km breit, ist mit nur 2 bis 5 Metern über dem Meeresspiegel das am tiefsten gelegene Gebiet in der Mark Brandenburg an der polnischen Grenze. Es erstreckt sich von der Stadt Oderberg im Norden bis Lebus im Süden. Die Flussaue wird begrenzt von bis 100m höher gelegenen Flächen.
Bis ins 18. Jahrhundert wurde das Bruch regelmäßig zweimal im Jahr überflutet. Die fruchtbaren Flächen konnten nicht bewirtschaftet werden. Nur die höher gelegenen Orte, wie Oderberg, Bad Freienwalde, Wriezen, Seelow und Lebus boten den Menschen dann Schutz.
1747 ließ König Friedrich II schon früher ausgearbeitete Pläne zur Entwässerung des Oderbruchs verwirklichen. Die Oder erhielt ein neues, begradigtes Flussbett, 60km wurden eingedeicht und Sumpfgebiete trockengelegt. Geprägt von dem wasserwirtschaft-lichen System von Deichen, Gräben, Vorflutern, Schöpfwerken, Sielen, und Messpunkten, das die Entwässerung sichert, wurde aus sumpfiger Wildnis eines der fruchtbarsten Ackerbaugebiete. Noch Heute sind ab der Hochwasserstufe III für die Absicherung des Deichwachdienstes am Oderdeich, zwischen den Deichkilometern 0.0 bei Lebus und 77,1 in Hohensaaten 100 Deichläufer für den Katastrophenschutz nötig. Mindestens 200 Freiwillige müssen dafür gelistet sein, damit in solch einem Fall mitunter wochenlang, die Deich Gesandten, Schaden am Deich zur rechtzeitigen Behebung melden können. Um rascher auf Gefahrenlagen reagieren zu können, sind je nach Lage und Situation die Pegel Frankfurt, Kienitz und Hohensaaten richtungsweisend für das Auslösen der Arlarmstufen.

Das Oderbruch ist ein offener und historisch gewachsener Kulturraum, der als größter Deutschlands zu den einzigartigen Kulturlandschaften Europas gehört. Mit dem "im Frieden..." neu entstandenen Lebensraum haben die Oderbrücher über Generationen hinweg, immer wieder neue Menschen aufgenommen, sich kommunal selbst verwaltet und so eine konfliktfähige Kultur entwickelt. Damit stehen sie für die offene Zukunft des ländlichen Raums und können es so "Klein-Europa" nennen. (IKO)

Bilder aus dem Oderbruch

Europäische Kulturerbe-Siegel für das Oderbruch

Das "Museum Altranft - Werkstatt für ländliche Kultur" stellt den Antrag auf Zertifizierung des Oderbruch als europäisches Kulturerbe. 2015 wurde das „Kulturerbe Oderbruch“ in einer Letschiner Auftakt-veranstaltung angenommen. Aus diesem Votum gründete sich die Initiative Kulturerbe Oderbruch. Es gilt das kulturelle Erbe im ganzen Oderbruch kenntlich und erlebbar zu machen. Der Antrag soll zuerst bis November 2017 beim Land zur Genehmigung und zur Bewilligung bis März 2019 bei der EU eingereicht werden.

Kulturerbe-Argumente von Kulturwissenschaftler Kenneth Anders:
1. das Oderbruch ist eine der größten Landschaftsmaschinen zur Entwässerung.
2. Die Trockenlegung ist ein Zehn-Generationen-Projekt, das stets optimiert wird.
3. Die Nutzung des Auenlehmbodens ermöglicht nachhaltiges Wirtschaften.
4. Die Kolonisierung durch freie Bauern hat bis heute zur stärkeren Mobilisierung bei Konflikten mit dem Staat geführt.
5. Die Siedlungsgeschichte ist bis heute nachvollziehbar.
6. Die Kolonisierung führt zur kontinuierlichen Aufnahme neuer Bürger.
7. Das Oderbruch ist Zeichen ingenieurtechnischer Kühnheit.

Entstehung eines Provinzbündnisses - Der  Landschaftstag als Instrument der Ämter, Gemeinden und Städten des Oderbruchs für den Erhalt des Siedlungsraums soll die interkommunale Kooperationen fördern und gemeinsame politische Interessen nach außen vertreten.

Historische Wurzeln in den 80er Jahren

BruchKultur e.V. gab es noch nicht in den 80er Jahren. Aber am heutigen Vereinssitz fand Kultur statt, die durchaus mit etablierten Strukturen brach. Ab 1983 kamen zweimal jährlich ca. 200 Begeisterte nach Quappendorf OT Neufeld zum nahen Kunst- und Gedankenaustausch in der Provinz "Oderbruch". 



Links zu Fotos und Bands aus dieser Zeit.

 

 

 

 

 

 

Picknickwiese

Mein Oderbruch mit Thomas Rühmann "Hier kann man gut sitzen."

Kunst & Kultur auf der Picknickwiese. Ein Erlebnisort eingebettet am westlichen Rand der weiten Ebene des Oderbruchs.

Die “Picknickwiese“ ist im OT Neufeld an der Neutrebbiner Str. 11 in 15320 Neuhardenberg zu finden und wird vom Verein betreut und gestaltet. Jeder Gast, bestrebt dem friedlichen Miteinander, ist auf der Picknickwiese auf das Herzlichste willkommen! Gunst und Wohlwollen sei allen zugesichert und hier sich so auch alle dementsprechend zu begegnen haben. Mit Selbstverantwortung und Selbstversorgung zur Kurzweil oder auch zum WE-Camping. Grill und Equipment sind ausleihbar.

Information unter: Email
0176 – 44 654 910

Unser Anliegen

BruchKultur e.V. steht für den Erhalt des Siedlungsraums Oderbruch. Wir möchten regionale Identität im Oderbruch mitgestalten. Dabei ist uns ein Punkt besonders wichtig: Das Oderbruch ist seit 260 Jahren ein Raum, der mit Berlin verbunden ist. Es hat viel von der Metropolenkultur aufgenommen. Umgekehrt hatte das Oderbruch für die Menschen aus Berlin und anderswo immer den Reiz einer besonderen Kulturlandschaft, eines interessanten ländlichen Raumes. Deshalb wollen wir wechselseitiges Interesse füreinander entwickeln, voneinander lernen, unsere eigenen lokalen Aktivitäten auch aus den Sichtweisen der Anderen beleuchten.
Mehr Infos zum Selbstverständnis von BruchKultur e.V.

+ Kommunales + Kommentare + Volksbegehren +

17.03.2016 Rechtsgutachten: Keine Enteignungen für Braunkohletagebaue mehr.
Die Anwältin Cornelia Ziehm kommt in einem aktuellen Rechtsgutachten zu dem Schluss, dass Enteignungen für Braunkohletagebaue juristisch nicht mehr durchsetzbar sind.
"Eine Enteignung kann nur durch ein Gemeinwohlziel von besonderem Gewicht gerechtfertigt werden". Ein solches Gemeinwohlziel gebe es aber in Zeiten von Klimaschutz und Energiewende nicht. Das 34seitige Rechtsgutachten, im Auftrag der European Climate foundation (ECF), wurde auch in der Süddeutschen Zeitung zitiert.

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2015-05-08 Beim "Tag des Ehrenamtes" der Gemeinde Letschin wurde auch unser Verein im Zusammenhang des Aufbegehrens des Bündnisses Mahnwache Letschin (IML) gegen die Anwendung der CCS-Technologie im Oderbruch bedacht. Gewürdigt wurde das Ehrenamt als eine unverzichtbare Quelle gesellschaftlichen Lebens. Dies geben wir gern an all unsere Mitglieder weiter und bedanken uns auf das Herzlichste für die Unterstützung. Die "EHRENTAFEL" zusehen im Letschiner Kirchturm. Siehe auch MOZ

 
Bilder zum "Tag des Ehrenamtes"

Volksbegehren: seit 1992 durfte das Volk in Brandenburg diese mögliche Einflussnahme auf politische Entscheidungen bisher an 30 Volksinitiativen und 11 Volksbegehren sich beteiligen. Nicht etwa auf der Strasse sondern nur in Ämtern bzw. Bürgermeisterstuben ist es dem Souverän der Demokratie gestattet, und das mit relativ hoch festgelegten 80.000 Unterschriften für einen Sieg des Anliegens.

Windkraftplanung berühren letztlich alle! Schon 2014 erklärte Detlef Meine (Bürgermeister von Müllrose): „wenn ein Windrad im Jahr 230.000 Euro reinen Gewinn abwirft, ist das der Betrag, den wir als Stromkunden finanzieren müssen...“ (Quelle  Oderlandspiegel 2016 Nr. 18 „Am Rande“)

06.07.2016 Das Volksbegehren ist leider gescheitert. Es kamen nur 45.000 Unterschriften zusammen. > Windkraftanlagen in Wäldern verbieten, erhöhte Stromkosten und höheren Mindestabstand zu Wohnhäusern einzuhalten fanden kein Interesse bei den Brandenburgern.

Erfolg gibt es auch! Das Volksbegehren gegen Massentierhaltung vom 15.07.15 bis 14.01.16 war mit 103.891 Unterschriften erfolgreich.


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